Archive for November, 2007

Jetzt auch MCPD Web Developer

Tuesday, November 20th, 2007

Seit gestern darf ich mich auf offiziell MCPD Web Developer nennen. Nachdem ich am Freitag die Prüfung gemacht habe, aufgrund technischer Schwierigkeiten jedoch auf das Ergebnis warten musste, habe ich gestern die Bestätigung bekommen: Bestanden! Jetzt kommen noch die fehlenden MCPD Windows und Enterprise Applications, dann bin ich auf dem aktuellen Stand, kurz bevor die neuen Prüfungen zu .NET 3.5 (Beta-Prüfungen ab Nov. 07) rauskommen.

Das Internet ist eine moderne Telefonanlage

Thursday, November 15th, 2007

Tja, wer mich jetzt für doof hält, muss sich den auf Netzpolitik verlinkten Clip einer Bundespressekonferenz mit Schäuble anhören. Dort sagt er nämlich, dass seine laienhafte Verstellung, dass Internet sei etwas ähnliches wie eine moderne Telefonanlage, schon lange nicht mehr stimmt. Dass es nicht stimmt, da hat er recht. Dass er nicht mehr stimmt… ich weiß nicht…

Das passt auch schön zum gestrigen Auftritt des BKA-Präsidenten Jörg Ziercke in der Osnabrücker Ringvorlesung zum Thema Kriminalistik. Sehr interessant ist folgendes Zitat aus seiner Zierckes Antwort zum Thema Online-Durchsuchung (entnommen aus dem zugehörigen Heise-Artikel):

Dieses Programm, was wir da entwickeln, muss ein Unikat sein, darf keine Schadsoftware sein, darf sich nicht selbst verbreiten können und muss unter der Kontrolle dessen stehen, der es tatsächlich einbringt, wobei die Frage des Einbringens die spannendste Frage für alle überhaupt ist. Ich kann Ihnen hier öffentlich nicht beantworten, wie wir da konkret vorgehen würden. Sie können sich die abstrakten Möglichkeiten vorstellen, mit dem man über einen Trojaner, über eine Mail oder über eine Internetseite jemanden aufsucht. Wenn man ihnen erzählt hat, was für eine tolle Website das ist oder eine Seite mit ihren Familienangehörigen, die bei einem Unfall verletzt worden sind, sodass sie dann tatsächlich die Seite anklicken. Die Geschichten sind so vielfältig, dass es kaum jemanden gibt, der nicht auf irgendeine Form dieser Geschichte hereinfällt. Oder aber wir gehen den Weg über verdeckte Maßnahmen.

Ich persönlich würde ein Programm als Schadprogramm bezeichnen, wenn es meinen Rechner ausspioniert. Egal zu welchem Zweck. Und dass er eine “Seite mit ihren Familienangehörigen, die bei einem Unfall verletzt worden sind” als möglichen Weg hält, dieses “Nicht-Schadprogramm” auf den Rechnern zu installieren, ist für mich pervers. Ich finde es nicht richtig, Menschen fälschlicherweise zu erzählen, ihre Verwandten seien bei einem Unfall verletzt worden. Noch interessanter finde ich jedoch die Überlegung, welche Art von Nutzern man damit erreicht. Ich denke nicht, dass eine mit Computern erfahrene Person auf sowas primitives reinfällt. Andererseits frage ich mich, was man von Leuten erwarten soll, die funktionsfähige Bomben bauen können ohne sich selbst gleich in die Luft zu sprengen. Ich würde vielleicht die Anforderungen nochmal überdenken.

Schäubles Hitlervergleich

Friday, November 9th, 2007

Am Mittwochabend, zwei Tage vor der Bundestagsabstimmung über die Vorratsdatenspeicherung hat Schäuble mit folgendem Hitlervergleich zur Verfassungsbeschwerde wieder auf sich aufmerksam machen wollen:

“Wir hatten den ‘größten Feldherrn aller Zeiten’, den GröFaZ, und jetzt kommt die größte Verfassungsbeschwerde aller Zeiten” Quelle: taz

Meine persönliche Meinung ist, dass jemand, der eine rechtmäßige Verfassungsbeschwerde mit einem Politiker wie Hitler gleichstellt, nicht gleichzeitig Beschützer der Verfassung (die wir gar nicht haben…) sein kann.

Stoppt den Überwachungswahn

Wednesday, November 7th, 2007

Nach Plänen von CDU, CSU und SPD soll ab 2008 nachvollziehbar werden, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS soll auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten werden. Anonymisierungsdienste sollen verboten werden. Gesetzentwurf: http://dip.bundestag.de/btd/16/058/1605846.pdf

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung - www.vorratsdatenspeicherung.de

Unter einer Vorratsdatenspeicherung würden wir alle leiden:

  • Eine Vorratsdatenspeicherung greift unverhältnismäßig in die persönliche Privatsphäre ein.
  • Eine Vorratsdatenspeicherung beeinträchtigt berufliche Aktivitäten (z.B. in den Bereichen Medizin, Recht, Kirche, Journalismus) ebenso wie politische und unternehmerische Aktivitäten, die Vertraulichkeit voraussetzen. Dadurch schadet sie letztlich unserer freiheitlichen Gesellschaft insgesamt.
  • Eine Vorratsdatenspeicherung verhindert Terrorismus oder Kriminalität nicht. Sie ist unnötig und kann von Kriminellen leicht umgangen werden.
  • Eine Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen das Menschenrecht auf Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung.
  • Eine Vorratsdatenspeicherung ist teuer und belastet Wirtschaft und Verbraucher.
  • Eine Vorratsdatenspeicherung diskriminiert Nutzer von Telefon, Mobiltelefon und Internet gegenüber anderen Kommunikationsformen.

Mehr Informationen, warum die Vorratsdatenspeicherung nicht durchkommen darf unter http://www.vorratsdatenspeicherung.de

Unter http://verfassungsbeschwerde.vorratsdatenspeicherung.de/ kann man sich an einer Verfassungsklage beteiligen. Die Verfassungsklage kann eingereicht werden, sobald das Gesetz gültig wird. Also: Noch heute mitmachen!

Warum ich mir kein Blu-ray Player kaufen würde…

Sunday, November 4th, 2007

Im Moment spiele ich eh noch nicht mit dem Gedanken, mir einen DVD-Nachfolger wie HD-DVD oder Blu-ray zu kaufen, da die beiden Lager sich alles andere als grün sind, wer schlussendlich den DVD-Nachfolger-Kampf siegen wird (siehe z.B. http://www.google.de/search?q=blu-ray+hd-dvd+kampf). Weiterhin gibt es ja bezüglich HD-TV noch etliche Inkompatibilitäten, weswegen Gerät A nicht mit Gerät B funktionieren will und man letztendlich mehrere Geräte kaufen muss, im auf dem aktuellen Stand zu bleiben. So lange bleibe ich bei DVD+Röhrenfernseher…

Was mich jetzt aber richtig schockiert hat ist, dass Blu-ray ein Verfallsdatum im Player hat. Plextor beschreibt das über die eigenen Blu-ray Laufwerke auf http://www.plextor-europe.com/press/datasheets/Plextor_AACS.pdf (bezieht sich auf den Brenner PX-B900A/T3KB): Das Laufwerk spielt alle bis April 2009 produzierten Filme, danach nichts mehr. Der Kunde muss einen neuen Schlüssel zum Freischalten des Players kaufen, Zitat “the customer has to purchase a renewal of the key”. Also kann ich das Ding 18 Monate nutzen und dann Schlüssel nachkaufen oder das Ding gleich in die Tonne kloppen. Ergebnis: 705 Euro (aktueller Amazon-Preis) zahlen, das macht fast 40 Euro/Monat bei 18 Monaten, dann neu kaufen. Eine sehr schöne Idee…