Archive for May, 2009

Mineau Mineralwasser ist tatsächlich von Vilsa

Wednesday, May 27th, 2009

Viele, die Vilsa Wasser kennen, dürften auch Mineau kennen. Einige meiner Verwandten haben früher Vilsa gekauft und kaufen jetzt Mineau, meist aufgrund des Preises. Die Flaschen sehen sich auch zum Verwechseln ähnlich. Nachdem wir häufig diskutiert haben, von wem Mineau denn tatsächlich ist, habe ich heute mal kurz recherchiert.

Die Domain mineau.de ist auf Fa Vilsa Brunnen O. Rodekohr GmbH & Co. KG registriert, also den Hersteller von Vilsa Wasser. Auf der Webseite ist nur leider nichts hinterlegt, also ist dies nur ein Hinweis, aber keine Gewissheit.

Der nächste Schritt war das Markenregister. Mineau ist eine angemeldete Marke und wird auf den Flaschen auch mit dem (R) als solche gekennzeichnet. Ein Blick bei der DPMA (Deutsches Patent- und Markenamt)  brachte dann die Gewissheit: Mineau wurde am 3. Februar 2000 für "VILSA-BRUNNEN O. Rodekohr GmbH & Co. KG, 27305 Bruchhausen-Vilsen, DE" eingetragen.

Damit dürfte die Frage der Herkunft geklärt sein. Leider konnte ich nicht rausfinden, ob Mineau aus der gleichen Quelle wie Vilsa gewonnen wird. Vilsa hat meines Wissens acht Quellen rund um Bruchhausen-Vilsen. Eventuell handelt es sich also doch nicht um das identische Wasser, aber zumindest Ähnlichkeiten sollten existieren.

Glaubwürdigkeit der Pro7 Nachrichten und warum wir die öffentlichen Sender brauchen

Wednesday, May 27th, 2009

Es gibt ja einige Fernsehzuschauer, die die Seriosität von Nachrichtensendungen auf Privatsendern stark anzweifeln. RTL versucht viel, dieses Image zu beseitigen, Sat1 hat erst die eigene Redaktion abgeschafft und dann doch etwas zurück gerudert. Was in den USA funktioniert, ist hier in Deutschland eher nicht so populär: Spartensender. Die meisten Sender in Deutschland zeigen ein Vollprogramm incl. Nachrichten.

Pro Sieben jedoch versucht anscheinend viel, dieses Image zu zerstören. Michael Marx, der Anchorman (also "Haupt-Nachrichtensprecher") von Pro Sieben hat u.a. am 13. März einen Newsbeitrag über einen Menschen gebracht, der in einem New Yorker Krankenhaus geboren sein soll und sofort extrem schnell alterte. Der Beitrag war so nicht von Nachrichten zu unterscheiden und eher geschmacklos.

Die Nachrichten an sich auf Pro Sieben mögen nicht immer das allerhöchste Niveau haben, aber damit wird selbst das vorhandene Niveau noch untergraben. Das erinnert mich an RTL2, wo die Programmvorschau immer in den Nachrichten integriert war (oder nicht ist?).

Das Video des Pro Sieben Nachrichtenbeitrags ist im Blog von Mac and Mobile verlinkt. Nähere Details gibt es auch im FAZ Fernsehblog.

Zitate raten

Wednesday, May 13th, 2009

Heute habe ich ein lustiges Spiel: “Zitate raten”:

Wer könnte folgendes Zitat gesagt haben?

was soll denn ein “Computer” sein, was soll “Internet” sein?

Ich habe diese Begriffe noch nie gehört oder gelesen. Ich stamme nämlich aus dem vergangenen Jahrtausend.

DNS, TLD, GAGA, GOGO, TRALAFITTI oder was?

Na, eine Ahnung?

Kleiner Tipp: Innenpolitik und SPD.

Immer noch nicht?

Innenpolititischer Sprecher der Bundes-SPD?

Richtig ist: Dr. Dieter Wiefelspütz, MdB (SPD)

Und wer mir nicht glaubt, kann gerne selbst nachprüfen: http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_dieter_wiefelspuetz-650-5785–f180717.html#q180717

AJAX, REST Cross-Site-Scripting Sperre

Tuesday, May 12th, 2009

Wer mit AJAX und REST rumspielt/entwickelt steht ab und an vor dem Problem, dass die Cross-Site-Scripting Sperre des Browsers zuschlägt. Es darf nämlich nur von der Adresse nachgeladen werden, von der die Seite an sich auch geladen wird. Macht Sinn im Internet, damit möglich Lücken nicht genutzt werden, ist aber ärgerlich während der Entwicklung. Leider wird der Port der URL auch mit in Betracht gezogen, es reicht also nicht, einen möglicherweise zweiten Server, von dem Daten nachgeladen werden sollen, mit einem anderen Port laufen zu lassen.

Die Lösung ist somit ein Proxy, der auf dem gleichen Server, der die HTML-Seiten ausliefert, läuft. Dieser Proxy leitet die Aufrufe an den Server weiter, der die Daten bereitstellt und gibt die Antwort wieder zurück. Das JavaScript merkt somit nicht, dass die Daten in Wirklichkeit von einer anderen Stelle kommen.

Eine Quick&Dirty Lösung für den Apache aktiviert den Proxy und leitet bestimmte Anfragen per Rewrite um. Dazu wird dem Proxy erlaubt, alles weiterzuleiten:

ProxyRequests On
ProxyVia On

<Proxy *>
  Order deny,allow
  Allow from all
</Proxy>

Danach erstellt man eine RewriteRule zum Beipsiel in der .htaccess oder in der Apache-Config im VirtualHost Bereich:

RewriteEngine on
RewriteRule ^/proxy/(.*)  http://SERVERIP:8080/$1 [P,L]

Die Server-IP muss mit der IP oder der Domain vom Server ersetzt werden, von dem die realen Daten kommen. Die 8080 ist als Beispiel für einen Port gegeben. Wenn beim Server keiner angegeben ist, kann der auch hier weggelassen werden. Hiernach sollte alles laufen.

Wenn der Proxy im Apache nicht aktiviert ist, muss das Modul erst noch geladen werden. Bei Ubuntu kann das Proxy Modul folgendermaßen aktiviert und geladen werden:

sudo a2enmod proxy
sudo a2enmod proxy_http
sudo /etc/init.d/apache2 force-reload

Viel Spaß damit und dran denken: Die vorgestellt Lösung ist Quick&Dirty und sollte so nicht auf Produktivsystemen und anderen öffentlich erreichbaren Diensten eingesetzt werden, insbesondere weil der Proxy wirklich alles weiterleitet.

Python und REST

Wednesday, May 6th, 2009

Wer REST Webservices mit Python erstellen möchte, steht vor vielen möglichen Lösungen dafür. Insbesondere wenn es für einen Prototypen schnell gehen soll, sollte man ein fertiges Framework dafür nutzen. Einige, die dafür in Frage kommen, sind CherryPy, web.py, Pylons, Django, selector und yaro.

CherryPy

CherryPy ist ein "richtiges" Web-Framework, also nicht nur für Webservices, sondern auch für komplexere Webseiten. Ein kurzes Beispiel für einen REST Webservice in CherryPy gibt es bei stackoverflow. Ein Cherrypy Tutorial gibt es im CherryPy Wiki.

web.py

web.py ist ebenfalls ein Web-Framework, aber wesentlich leichtgewichtiger als CherryPy. Ein Beispiel für ein REST Webservice (entnommen von der web.py Homepage):

import web
urls = (
    '/(.*)', 'hello'
)
app = web.application(urls, globals())

class hello:
    def GET(self, name):
        if not name:
            name = 'world'
        return 'Hello, ' + name + '!'

if __name__ == "__main__":
    app.run()

Ein weiteres Beispiel gibt es bei jhcore.com.

Pylons

Pylons ist auch ein Web-Framework. Auf Pylon bin ich durch Luchitas Blog gestoßen. REST kann mittels decorators in das Framework integriert werden. Mehr dazu in der Pylons Doc.

Django

Django dürfte wohl eines der bekanntesten Python Web Frameworks sein. Insbesondere mit dem Django REST Framework ist auch damit eine einfache REST Implementierung machbar. Siehe auch bei stackoverflow.

Selector und yaro

Selector und yaro sind beides einfach WSGI Frameworks. Insbesondere wenn man durch die obigen Frameworks nicht zu stark eingeschränkt sein möchte, könnten diese einen Versuch wert sein.

 

Wer trotzdem noch weitere Frameworks anschauen möchte, findet im Python Wiki noch mehr. Viel Spaß und Happy Coding!

Kleines Update: Wer die Services dann noch öffentlich laufen lassen möchte und nicht nur auf seinem Entwicklungssystem, sollte sich mal die Google App Engine anschauen. Es handelt sich um eine Python (oder Java) Sandbox, in der man seine gesamte Applikation kostenfrei (bis zu relativ hoch gesteckten Grenzen) auf der Google Infrastruktur laufen lassen kann.