Archive for the ‘Misc’ Category

Netbooks und mehr zu gewinnen

Thursday, February 19th, 2009

"Leider" konnte ich mich bis heute nicht dazu durchringen, mir ein Netbook (darf ich die hier so nennen?) zu kaufen. Nachdem ich mein ThinkPad T61 (14") gekauft habe, bin ich zufrieden mit dem Gerät und der Mobilität. Trotzdem wäre ein kleines 10" Netbook um 1kg nett, wenn der Akku auch ausreichend lange hält. Ausreichend definiere ich als das, was Asus beim V6800V versprochen, aber nicht gehalten hat: 8h. Dann könnte man beispielsweise auf einer Zugfahrt seine in der Inbox versunkenen E-Mails sortieren (oder gleich löschen), die Stapel "Lesen und durcharbeiten" und "Interessantes" durchgehen oder das eine oder anderen Projekt mal wieder näher ins Auge fassen.

Mittlerweile gibt es ja Netbooks, die in die Nähe der 8h kommen (zumindest über 6 Stunden). Jetzt fehlt nur noch der entscheidene Kaufreiz und das Ding wird gekauft. Die Konsumgutscheine kommen ja leider nicht mehr, also muss was anderes her :-) Da kommt doch eine Verlosung von netbooknews.de gerade recht: u.a. ein Samsung NC20, ein Lenovo Ideapad S10e und ein MSI Wind U100 wird dort verlost. Wer mitmachen will: YouTube Channel von netbooknews.de abonnieren oder (wie ich) über das Gewinnspiel bloggen. Viel Erfolg!

Formale Rechtsgrundlage für Vorratsdatenspeicherung vom EuGH bestätigt

Tuesday, February 10th, 2009

Wie Heise und Netzpolitik heute berichtet, hat der Europäische Gerichtshof die Rechtsgrundlage der Vorratsdatenspeicherung bestätigt. Es ging dabei nicht um die Frage der persönlichen Einschränkung der Menschenrechte durch die ständige Aufzeichnung von Telefonie-, Fax- und Internetdaten sowie den Aufenthaltsorten von Mobilfunkteilnehmern, sondern nur um das Zustandekommen des Gesetzes.

Irland und die Slowakei haben im Juni 2006 gegen das Zustandekommen des Gesetzes zur Vorratsdatenspeicherung geklagt, da ihrer Meinung nach ein falscher Weg beim Zustandekommen des Gesetzes eingeschlagen wurde. Die Meinung der beiden Länder war, dass es sich um eine Angelegenheit im Rahmen der Strafverfolgung handelt, während die EU-Kommission jedoch den Weg einer Richtlinie gegangen ist. Die Vorratsdatenspeicherung wurde somit als Instrument der Binnenmarkthamonisierung ausgegeben.

Der EuGH sagt jetzt dazu:

Die Richtlinie wurde zu Recht auf der Grundlage des EG-Vertrags erlassen, da sie in überwiegendem Maß das Funktionieren des Binnenmarkts betrifft.

Die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht ist jedoch noch nicht durch. Hier bleibt also zumindest für uns in Deutschland noch zu hoffen, nicht ständig beschnüffelt zu werden.

Eigene Ideen in 2D und 3D "drucken" lassen

Monday, December 29th, 2008

Wer wollte es nicht schon immer. Etwas designen und tatsächlich in der Hand halten. Sei es “nur” in 2-dimensionales Objekt, welches geschnitten und graviert wird, oder gleich ein komplexes 3D-Objekt (bspw. man selbst).

Nun hat man vielleicht auch von so schönen CNC Maschinen gehört, die man programmiert und einem das fertige Teil produzieren. Oder vielleicht Laser, die die Schnitte präzise durchführen. Aber wer hat das schon zu Hause stehen?

Eine einfachere Lösung bieten jetzt Shapeways und Ponoko. Man designt die Teile, die man haben möchte, am Rechner und lädt sie bei den Diensten hoch. Danach bekommt man ein Angebot von denen (entweder sofort online oder bei komplexeren Sachen per E-Mail) und kann die Produktion beginnen. Auch nützlich für echte Designer, die einen Prototyp von einem Design haben wollen.

Wenn ich jetzt noch ein begnadeter Designer wäre, würde ich das ganze gleich ausprobieren :-) Falls jemand die Anbieter schon getestet hat oder weitere kennt, gerne her damit.

Btw, so eng scheint die Konkurrenz noch nicht zu sein. Immerhin schreibt Ponoko auch über Shapeways.

EDIT:

Bei Golem gibt es auch ein interessantes Interview mit Bre Pettis, einem Aktivisten im Rapid Prototyping Bereich. Von Pettis gibt es auch Videokurse, wie man selbst Gegenstände herstellen lassen kann.

bol.de und buch.de versenden keine lieferbaren Artikel mehr?

Friday, August 22nd, 2008

Nachdem ich mittlerweile Bücher, die ich online bestelle, meist über Amazon oder direkt beim Verlag bestelle, wollte ich mal wieder die Konkurrenz testen. Da die Konkurrenz ja zusehend kleiner geworden ist, also habe ich mich mal für buch.de bzw. deren Ableger bol.de entschieden. Gesagt, getan. Ich wollte gerne die kleine Lernbox vom AOL Verlag haben. Laut bol.de ist diese auch lieferbar:

Ich habe also zwei dieser Lernboxen in den Warenkorb gelegt, mich extra bei bol.de angemeldet und den Verkaufsprozess durchgezogen. Anstatt einer Lieferung kam aber nur eine Mail einen Tag später, dass die Lernbox nicht mehr lieferbar sei und die Bestellung damit abgeschlossen.

 

Nachdem die Lernbox auf der Webseite immer noch als lieferbar angegeben war, habe ich gleich wieder probiert, diese zu bestellen. Auch nach vier Versuchen immer noch das gleiche Resultat: Artikel soll lieferbar sein, aber einen Tag nach der Bestellung kommt die Nachricht, dass der Artikel nicht mehr lieferbar ist. Da frage ich mich, warum die das nicht gleich auf die Webseite schreiben…

Nichtsdestotrotz habe ich einige Tage später ein anderes Buch bei buch.de bestellen wollen. Buch.de ist die Mutterfirma von bol.de. Gleiches Spiel wie bei der Lernbox: Buch ist laut Webseite lieferbar: “Versandfertig ab sofort”, aber ein Tag später kommt die Nachricht, dass das Buch nicht mehr lieferbar sei und deshalb aus dem Auftrag entfernt wurde.

Jetzt frage ich mich: Wofür gibt buch.de bzw. bol.de überhaupt an, ob ein Buch lieferbar ist, wenn sie es eh nicht ausliefern können? Für mich ist der Laden daher gestorben, denn wenn ich ein lieferbares Buch bei Amazon bestelle, ist es meist am nächsten oder spätesten am übernächsten Tag da. Bei buch.de und bol.de hingegen muss ich erstmal einen Tag warten, ob das Buch überhaupt lieferbar ist…

Große Übersicht über Visualisierungsmethoden

Tuesday, August 19th, 2008

Gerade in der Wirtschaft ist es ja üblich, alle möglichen Sachverhalte durch grafische Elemente zu zeigen. Ralph Lengler und Martin J. Appler von VIsual Literacy haben aus einer Vielzahl von solchen Visualisierungsmethoden ein Periodensystem gebastelt. Die Methoden sind danach sortiert, ob sie Prozesse oder Strukturen, Überblick oder Details und ob sie eher divergentes oder konvergentes Denken darstellen:

Wenn man mit der Maus über die einzelnen Element fährt, bekommt man auch ein Muster für eine solches Methode. Meiner Meinung nach eine hervorragende Übersicht über verschiedene Methoden. Das einzige, was noch fehlt, sind nähere Beschreibungen über einige der Visualisierungsmethoden. Man versucht, auf ein Feld zu klicken, aber es passiert nichts :-( Dafür wird man entschädigt durch Diagramme wie das “Heaven ‘n’ Hell chart” (Himmel und Hölle Diagramm).

Zu finden ist die “Periodic Table of Visualization Methods” unter http://www.visual-literacy.org/periodic_table/periodic_table.html

VMware Tools in Ubuntu 8.04 installieren

Tuesday, August 5th, 2008

Nachdem ich mal wieder vor dem Problem stand, ein Ubuntu in meinen VMware Server integriert zu haben, jedoch ohne aktuelle VMware Tools, möchte ich die Anleitung hier kurz beschreiben (entnommen aus den Ubuntu Tutorials):

Im Ubuntu Server wählt man zunächst aus, dass man die VMware Tools installieren möchte. Danach wird von VMware eine CD bereit gestellt, die Ubuntu automatisch mounten sollte. Auf der CD ist unter anderem eine tar.gz Datei, die die notwendigen Dateien für Ubuntu enthält. Diese muss entpackt und das Installationsprogramm gestartet werden. Hierzu kann folgendes per copy&paste übernommen werden:

sudo aptitude install build-essential linux-headers-generic
cp /media/cdrom/VMwareTools-*.tar.gz /tmp/
cd /tmp/
tar xf VMwareTools-*.tar.gz
cd vmware-tools-distrib/
sudo ./vmware-install.pl

Die erste Zeile installiert notwendige Pakete für die Tools. Danach werden die Tools nach /tmp kopiert und entpackt. Die letzte Zeile schließlich startet die Installation. Jetzt einmal neu einloggen oder neustarten und schon sollte alles laufen. Die Datei VMwareTools... in /tmp und das Verzeichnis vmware-tools-distrib in /tmp können anschließend gelöscht werden.

Ehrliche Musikkäufer werden bestraft – DRM Server abgeschaltet

Wednesday, April 23rd, 2008

Wie Golem berichtet, wird Microsoft am 31. August 2008 die DRM Lizenzserver von MSN Music abschalten. Das bedeutet, dass Musik, die gekauft wurde, nur noch auf dem eigenen Rechner abspielbar ist, solange kein Update von Windows vorgenommen wird. Man muss sich das einfach so vorstellen: Ein Käufer bezahlt Geld für ein Musikstück in Form einer Datei. Das Abspielprogramm für die Datei muss beim Lizenzserver anfragen, ob es die Datei abspielen darf. Für die aktuell vorhandene Konfiguration merkt es sich diese Gültigkeit. Sobald aber nun irgendwas an der lizenzierten Konfiguration geändert wird (Hardware-Tausch oder Betriebssystem-Update), muss die Lizenz neu angefragt werden. Wenn der Server dann nicht mehr reagiert, wird die Datei wertlos.

Microsoft ist damit aber nicht alleine: Auch Sony hat seinen Musikshop Connect geschlossen. Käufer in dem Musikshop haben das gleiche Schicksal -> Änderung der Konfiguration führt zu wertlosen Musikdateien.

Alternativ sind, wie bspw. Thomas schreibt, bei iTunes zu kaufen, da man dort problemlos die Möglichkeit hat, die Musikstücke auf Audio-CD zu brennen bzw. seit einiger Zeit auch DRM-freie Musikstücke zu kaufen, mit denen man machen kann, was man möchte. Ich kaufe aufgrund der Gefahr der abgeschalteten DRM-Server und der Bindung an bestimmte Abspielgeräte meine Musik lieber auf echter CD ohne Kopierschutz. Die kann ich ohne Probleme im Auto, zu Hause, unterwegs hören und auch auf den Rechner und iPod kopieren.

Wo kommt unser Kram her und wo geht er hin?

Friday, April 18th, 2008

Alle von uns kennen wohl das typische Bild der Produktion in der westlichen Welt. Wir nehmen Ressourcen, verarbeiten sie in Fabriken zu Produkten, verkaufen sie über Groß-/Einzelhandel und ver-/gebrauchen sie. Am Ende werden sie dann entsorgt. Annie Leonard zeigt bei Story of Stuff, warum diese Kette so nicht funktionieren kann bzw. welche Details meistens fehlen. Es gibt auf der Seite ein ca. 20 Minuten langes englisches Video, dass diese Produktionskette zeigt und auch darstellt, an welchen Stellen es Probleme gibt. Unter “Another Way” gibt sie Tipps, wie man dies ändern kann und so die Probleme beseitigen oder zumindest mindern.

Insgesamt ist die Webseite auf den US-amerikanische Konsumenten ausgelegt, da Annie Leonard auch US-Amerikanerin ist. Dennoch treffen viele (die meisten?) Sachen auch auf uns Deutsche und Europäer zu. Ihre Tipps sind auf jeden Fall auch für uns passend. Auch gibt es auf Ihrer Seite noch viele Hintergrundinformationen zu Details im Film.

Edit:
Sehr schön zu diese Webseite passt ein neues Angebot in Deutschland: Die Wegwerf-DVD. “Wegwerf” nicht deswegen, weil der Film so schlecht ist (das gab es ja schon vorher), sondern weil die DVD nach einmal Abspielen sich von selbst zerstört und nicht mehr abspielbar ist. Infos und weitere Links auch im Heise Newsticker.

Bitter aber wahr: Chipotle kommt nicht nach Deutschland

Thursday, April 10th, 2008

Gestern kam die Antwort auf die flehende Anfrage, wann Chipotle nach Deutschland oder zumindest nach Europa kommt:

Thanks for your nice email. We don’t have anything slated for Europe yet. In fact, we are not quite ready for overseas expansion. But someday maybe!
Thanks for being a fan.

Somit heißt es wohl Geduld oder Alternativen suchen…

Vorratsdatenspeicherung: Daten für die Musikindustrie?

Tuesday, April 8th, 2008

Wie Golem berichtet, soll am Donnerstag im Bundestag über den Entwurf der Bundesregierung für das “Gesetz zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums” abgestimmt werden. In Kurz heißt das: Rechteinhaber sollen Namen und Anschrift von Tauschbörsennutzern direkt von den Providern abfragen können, ohne die Polizei oder Staatsanwaltschaft hinzuzuziehen.

Die Verkehrsdaten (die u.a. durch die Vorratsdatenspeicherung erhoben werden) fallen derzeit nicht unter diese Regelung, aber das wird wohl nur eine Frage der Zeit sein. Nicht zu verschweigen aber auch eine positive Nachricht: Die Abmahnkosten sollen in einfach gelagerten Fällen mit einer nur unerheblichen Rechtsverletzung auf 50 Euro beschränkt werden.

Mehr Informationen:
Golem – Musikindustrie soll Zugriff auf Kommunikationsdaten erhalten
Jerzy Montag (Rechtspolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion) – Koalition einigt sich auf Auskunftsanspruch gegen Provider

Vorratsdatenspeicherung teilweise gestoppt

Wednesday, March 19th, 2008

Das Bundesverfassungsgericht hat heute die Vorratsdatenspeicherung teilweise gestoppt, wie in der Pressemitteilung zu lesen ist.

Die Sammlung der Daten ist damit derzeit immer noch erlaubt bzw. erforderlich, jedoch ist der verdachtsunabhängige Zugriff auf diese Daten vorläufig gestoppt. Bei schweren Straftaten ist ein Zugriff jedoch weiterhin erlaubt. Das Hauptsache-Verfahren, in welchem über die Rechtmäßigkeit des Gesetzes an sich verhandelt wird, ist jedoch noch nicht entschieden und lässt wohl auch noch etwas auf sich warten.

Nach der Entscheidung zur Online-Untersuchung ist dies ein weitere Schritt, die Grundrechte der Bürger in Deutschland vor dem aktuellen Justiz- und Innenministerium zu beschützen.

Mehr zur Berichterstattung:

Spiegel – Karlsruhe bremst erneut den Schnüffelstaat

Heise – Bundesverfassungsgericht schränkt Vorratsdatenspeicherung ein

Golem – Verfassungsgericht schränkt Vorratsdatenspeicherung ein

Zen to Done – Selbstmanagement – Das deutsche eBook

Saturday, February 23rd, 2008

Bei Zen to Done handelt es sich um eine Selbstmanagement Methode vom Blogger Leo Babauta, welches an Getting Things Done (deutsch: Wie ich die Dinge geregelt kriege) von David Allen angelehnt ist, jedoch etwas einfacher gestaltet ist. Das Ziel ist, die großen Veränderungen am Verhalten, die Getting Things Done erfordert, etwas zurückzuschrauben und realitätsnäher zu gestalten. Das englische eBook von Leo Babauta gibt es bei E-Junkie “Zen to Done”.

Wer lieber ein deutsches Buch hätte, kann sich dieses unter bei imgriff.com runterladen: Deutsches Zen to Done eBook Dort steht es ab sofort kostenlos zum Download bereit:

Zen to Done - Deutsches E-Book

Gerade bei Franzis gefunden: ELO – Elektronikmagazin

Saturday, February 23rd, 2008

Gerade habe ich beim Franzis Verlag das Magazin ELO gefunden. Es handelt sich um ein online Elektronik-Magazin. “Täglich neu” steht dabei, ob’s stimmt, kann ich nicht beurteilen, da ich heute zum ersten Mal auf der Seite war. Es stehen momentan nur kleinere Artikel drauf. Beispiele: Bauteile einer Energiesparlampe, Transistorgrundschaltung, diverse Mikrocontroller-Schaltungen (mit AVR µC).

Ich werde die Seite mal im Auge behalten um zu gucken, was sich da noch ergibt. Insgesamt denke ich, dass die Zeit der Heim-Elektroniker ihren Zenit schon vor langer Zeit überschritten hat. Eigentlich schade, denn so kann man sich im Umkreis nur noch wenig mit anderen interessierten Elektronikern unterhalten.

Der einfache Texteditor schlechthin

Sunday, January 20th, 2008

Wer kennt es nicht: Texte am PC schreiben wird oft durch viele andere Dinge abgelenkt. Seien es andere Programme, der Editor selbst (Vielleicht die Überschrift etwas größer, das in kursiv, hier eine andere Schrift, …) oder Bürokollegen die was wollen. Gegen letzteres kann ich hier nicht helfen, aber gegen die ersten beiden.

Dark Room ist ein minimalistischer Full-screen Text-Editor der nichts kann außer Texte editieren. Die bekannten Tastenkürzel zum Editieren funktionieren auch alle, also steht dem Arbeiten mit dem Text nichts mehr im Weg. Hier ein Screenshot:

Für Mac-User gibt es WriteRoom, welches auch als Vorlage für Dark Room diente.

Der Tipp kam von Kai, der ihn von Damir hat.

Links:

Das Internet ist eine moderne Telefonanlage

Thursday, November 15th, 2007

Tja, wer mich jetzt für doof hält, muss sich den auf Netzpolitik verlinkten Clip einer Bundespressekonferenz mit Schäuble anhören. Dort sagt er nämlich, dass seine laienhafte Verstellung, dass Internet sei etwas ähnliches wie eine moderne Telefonanlage, schon lange nicht mehr stimmt. Dass es nicht stimmt, da hat er recht. Dass er nicht mehr stimmt… ich weiß nicht…

Das passt auch schön zum gestrigen Auftritt des BKA-Präsidenten Jörg Ziercke in der Osnabrücker Ringvorlesung zum Thema Kriminalistik. Sehr interessant ist folgendes Zitat aus seiner Zierckes Antwort zum Thema Online-Durchsuchung (entnommen aus dem zugehörigen Heise-Artikel):

Dieses Programm, was wir da entwickeln, muss ein Unikat sein, darf keine Schadsoftware sein, darf sich nicht selbst verbreiten können und muss unter der Kontrolle dessen stehen, der es tatsächlich einbringt, wobei die Frage des Einbringens die spannendste Frage für alle überhaupt ist. Ich kann Ihnen hier öffentlich nicht beantworten, wie wir da konkret vorgehen würden. Sie können sich die abstrakten Möglichkeiten vorstellen, mit dem man über einen Trojaner, über eine Mail oder über eine Internetseite jemanden aufsucht. Wenn man ihnen erzählt hat, was für eine tolle Website das ist oder eine Seite mit ihren Familienangehörigen, die bei einem Unfall verletzt worden sind, sodass sie dann tatsächlich die Seite anklicken. Die Geschichten sind so vielfältig, dass es kaum jemanden gibt, der nicht auf irgendeine Form dieser Geschichte hereinfällt. Oder aber wir gehen den Weg über verdeckte Maßnahmen.

Ich persönlich würde ein Programm als Schadprogramm bezeichnen, wenn es meinen Rechner ausspioniert. Egal zu welchem Zweck. Und dass er eine “Seite mit ihren Familienangehörigen, die bei einem Unfall verletzt worden sind” als möglichen Weg hält, dieses “Nicht-Schadprogramm” auf den Rechnern zu installieren, ist für mich pervers. Ich finde es nicht richtig, Menschen fälschlicherweise zu erzählen, ihre Verwandten seien bei einem Unfall verletzt worden. Noch interessanter finde ich jedoch die Überlegung, welche Art von Nutzern man damit erreicht. Ich denke nicht, dass eine mit Computern erfahrene Person auf sowas primitives reinfällt. Andererseits frage ich mich, was man von Leuten erwarten soll, die funktionsfähige Bomben bauen können ohne sich selbst gleich in die Luft zu sprengen. Ich würde vielleicht die Anforderungen nochmal überdenken.

Schäubles Hitlervergleich

Friday, November 9th, 2007

Am Mittwochabend, zwei Tage vor der Bundestagsabstimmung über die Vorratsdatenspeicherung hat Schäuble mit folgendem Hitlervergleich zur Verfassungsbeschwerde wieder auf sich aufmerksam machen wollen:

“Wir hatten den ‘größten Feldherrn aller Zeiten’, den GröFaZ, und jetzt kommt die größte Verfassungsbeschwerde aller Zeiten” Quelle: taz

Meine persönliche Meinung ist, dass jemand, der eine rechtmäßige Verfassungsbeschwerde mit einem Politiker wie Hitler gleichstellt, nicht gleichzeitig Beschützer der Verfassung (die wir gar nicht haben…) sein kann.

Stoppt den Überwachungswahn

Wednesday, November 7th, 2007

Nach Plänen von CDU, CSU und SPD soll ab 2008 nachvollziehbar werden, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. Bei Handy-Telefonaten und SMS soll auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten werden. Anonymisierungsdienste sollen verboten werden. Gesetzentwurf: http://dip.bundestag.de/btd/16/058/1605846.pdf

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung - www.vorratsdatenspeicherung.de

Unter einer Vorratsdatenspeicherung würden wir alle leiden:

  • Eine Vorratsdatenspeicherung greift unverhältnismäßig in die persönliche Privatsphäre ein.
  • Eine Vorratsdatenspeicherung beeinträchtigt berufliche Aktivitäten (z.B. in den Bereichen Medizin, Recht, Kirche, Journalismus) ebenso wie politische und unternehmerische Aktivitäten, die Vertraulichkeit voraussetzen. Dadurch schadet sie letztlich unserer freiheitlichen Gesellschaft insgesamt.
  • Eine Vorratsdatenspeicherung verhindert Terrorismus oder Kriminalität nicht. Sie ist unnötig und kann von Kriminellen leicht umgangen werden.
  • Eine Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen das Menschenrecht auf Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung.
  • Eine Vorratsdatenspeicherung ist teuer und belastet Wirtschaft und Verbraucher.
  • Eine Vorratsdatenspeicherung diskriminiert Nutzer von Telefon, Mobiltelefon und Internet gegenüber anderen Kommunikationsformen.

Mehr Informationen, warum die Vorratsdatenspeicherung nicht durchkommen darf unter http://www.vorratsdatenspeicherung.de

Unter http://verfassungsbeschwerde.vorratsdatenspeicherung.de/ kann man sich an einer Verfassungsklage beteiligen. Die Verfassungsklage kann eingereicht werden, sobald das Gesetz gültig wird. Also: Noch heute mitmachen!

Warum ich mir kein Blu-ray Player kaufen würde…

Sunday, November 4th, 2007

Im Moment spiele ich eh noch nicht mit dem Gedanken, mir einen DVD-Nachfolger wie HD-DVD oder Blu-ray zu kaufen, da die beiden Lager sich alles andere als grün sind, wer schlussendlich den DVD-Nachfolger-Kampf siegen wird (siehe z.B. http://www.google.de/search?q=blu-ray+hd-dvd+kampf). Weiterhin gibt es ja bezüglich HD-TV noch etliche Inkompatibilitäten, weswegen Gerät A nicht mit Gerät B funktionieren will und man letztendlich mehrere Geräte kaufen muss, im auf dem aktuellen Stand zu bleiben. So lange bleibe ich bei DVD+Röhrenfernseher…

Was mich jetzt aber richtig schockiert hat ist, dass Blu-ray ein Verfallsdatum im Player hat. Plextor beschreibt das über die eigenen Blu-ray Laufwerke auf http://www.plextor-europe.com/press/datasheets/Plextor_AACS.pdf (bezieht sich auf den Brenner PX-B900A/T3KB): Das Laufwerk spielt alle bis April 2009 produzierten Filme, danach nichts mehr. Der Kunde muss einen neuen Schlüssel zum Freischalten des Players kaufen, Zitat “the customer has to purchase a renewal of the key”. Also kann ich das Ding 18 Monate nutzen und dann Schlüssel nachkaufen oder das Ding gleich in die Tonne kloppen. Ergebnis: 705 Euro (aktueller Amazon-Preis) zahlen, das macht fast 40 Euro/Monat bei 18 Monaten, dann neu kaufen. Eine sehr schöne Idee…

In Meetings punkten und sie effektiv gestalten

Wednesday, October 31st, 2007

Zitat aus einem Artikel der Computerwoche (gefunden in Blog von Kay Giza)

Der Vortragende redet zu lange, der Kollege kommt zu spät und nach zwei Stunden hat man immer noch nicht alle Punkte durch. Meetings nerven viele. Dabei kann jeder zu mehr Effektivität beitragen. Hier lesen Sie neun Tipps, wie Sie sich in Meetings richtig benehmen und die Regie übernehmen können.

Gerade für die ersten Meetings, die man selber für Kunden veranstaltet, sind einige Tipps zur Verhaltensweise immer hilfreich. Anke Quittschau und Christina Tabernig von der Beratungsagentur korrekt! haben einige zusammengestellt und diese in der Computerwoche veröffentlicht.

Zum Artikel: Der letzte Keks und deutsche Pünktlichkeit – wie Sie in Meetings punkten

Me@XTOPIA Teil 1

Thursday, October 11th, 2007

Heute war der zweite (und letzte) Vortragstag der XTOPIA, der deutschen Web-Konferenz von Microsoft in Berlin, also etwa vergleichbar mit der MIX in den USA. Einige interessante Punkte wurden angesprochen, die für alle .NET Programmierer interessant sein könnten. Heute ein erster Teil, der zweite folgt die nächsten Tage).

Dynamische Sprachen (Dynamic Language Runtime – DLR)

Hierbei handelt es sich um eine Erweiterung der CLR in Richtung dynamische Sprachen. Insbesondere im Bereich Silverlight wird diese Erweiterung stark forciert und auch für ASP.NET ist es sehr hilfreich. An zu unterstützenden Sprachen gibt es (Iron)Python, (Iron)Ruby und Javascript. Es ist schon sehr nett, wie fix man mit den dynamischen Sprachen gerade kleine Anwendungen schreiben und erweitern kann.

Ressourcen dazu:

Jim Hugunin in seinem Blog über die DLR (Entwickler der DLR)

Ausführlicher Artikel im MSDN Magazine über die DLR

Interview der eWeek mit Jim Hugunin

John Lam’s Blog über Software, DIE Quelle zu IronPython, IronRuby und DLR

IronPython (bei codeplex.com)

IronRuby (bei rubyforge.org) 

 

Silverlight

Bei Microsoft ist Silverlight derzeit in aller Munde. Viele sehen es als reine Flash-Konkurrenz an, es soll aber eine Technologie zur Erstellung von Rich-Internet-Applications sein (also das, was Adobe mit Flex derzeit ebenfalls macht). Ich würde empfehlen, sich das mal direkt anzuschauen und damit etwas rumzuspielen. Man sollte als Entwickler aber gleich zur Version 1.1 Alpha übergehen, da hier einige nette Funktionen mehr bestehen.

Ressourcen dazu:

Einstiegsseite von Microsoft zu Silverlight

Beispiele für Silverlight Anwendungen