Demonstration gegen die Absage der Intel Friday Night Game in Karlsruhe

Computerspieler sind eine der Gruppen, die für die ältere Generation meist unnahbar ist und etwas mystisches ausstrahlt. Das sind doch die Leute, die vor dem Computer vereinsamen und sich in eine fremde Welt flüchten, weil sie in dieser nicht klar kommen. Wenn diese Spieler dann auch noch Spiele spielen, in denen Kriege simuliert werden oder man gegen andere Wesen kämpft, hat man sofort die nächsten Amokläufer in den Schulen. Selbstverständlich sind nicht diejenigen die Amokläufer, die Waffen besitzen oder an dieser vom Staat sogar ausgebildet werden. Nein, es sind immer die, die am Computer spielen.

Die Politik hat daher nach dem Amoklauf von Winnenden nicht die stattfindene Waffenmesse, auf der Waffen ausgestellt werden, die für den nächsten Amoklauf genutzt werden können, verboten. Es wurde stattdessen die Intel Friday Night Game "abgesagt". Dabei handelt es sich um eine Zusammenkunft von Computerspielern, die im Team gemeinsam spielen. Aber scheinbar ist hier keine Veranstaltung von einsam vorm Computer sitzenden Spielern abgesagt worden, sondern von Menschen wie du und ich. Diese Menschen verstehen nicht, warum eine Waffenmesse stattfinden darf, aber keine friedliche Computerspieleveranstaltung.

Hier eine Videozusammenfassung der Demonstration:

Versteht mich nicht falsch, ich bin weder gegen eine Waffenmesse noch gegen die Ausbildung an der Waffe. Beides kann durchaus Sinn ergeben, aber eine populistische Absage einer Spieleveranstaltung ist nichts, was in diesem Fall weiterhilft. Gegen Minute sechs in dem Video sprach eine Mutter von einem Spieler wahre Worte, nämlich dass die Eltern sich auch mit den Kindern beschäftigen sollen, wenn diese älter als 5 oder 6 Jahre sind. Die meisten Amokläufer sind solche, die soziale oder psychische Probleme hatten, um die sich keiner gekümmert hat. Zusätzlich konnten sie noch ungehindert an Waffen gelangen, die beispielsweise die Eltern nicht ordnungsgemäß lagerten.

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