Glücksspiele werden wohl nicht im Internet zensiert
Alle, die Glücksspiele im Internet betreiben, brauchen sich vor der Internet-Zensur wohl nicht zu fürchten. Wie der Focus im November 2008 berichtete, wollte das hessische Innenministerium und die Staatliche Lotterieverwaltung in Bayern den Zugriff auf ausländische Glücksspielangebote im Internet sperren lassen. Dies sollte, wie bei Kinderpornographie, "freiwillig" durch die Provider geschehen. Diese Zensur passte Frau von der Leyen jedoch nicht in den Kram, angeblich, weil dadurch die Kinderporno-Sperre nicht mehr aussagekräftig genug wäre.
Interessant ist nun, wenn man sich die Familie von Ursula von der Leyen anschaut: Ihr Bruder, Hans-Holger Albrecht, ist laut BooCompany Vorstandsvositzender der MTG (Modern Times Group) in Schweden. bet24.com, ein Online-Glücksspielanbieter, gehört MTG. Selbstverständlich kann daraus nicht geschlossen werden, dass der Bruder Frau von der Leyen aus diesem Grund dazu bringen wollte, Online-Glücksspiele nicht zu sperren. Trotzdem hinterlässt es einen schlechten Beigeschmack.
Und noch was: 20% der Internetnutzer sind laut Ursula von der Leyen zum Teil schwer Pädokriminelle und geschult in dem widerwärtigen Geschäft. Das sagte sie in einem Interview mit Radio Eins. Zitat aus Telepolis (teilweise Abschrift des Interviews):
Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft.