Rückkehr zum traditionellen Unterricht in Niagara Falls
Ein interessanter Bericht von Spiegel Online über Computer in der Schule: An der Niagara Falls High School bekennt sich der Schuldirektor zurück zum traditionellen Unterricht mit Büchern statt Laptops. Seine Hauptkritikpunkte sind dabei, dass durch die Computer das Geld für Lehrer und Schulbücher fehlt, der Unterricht an Effizienz verliert und dass die Laptops häufig beschädigt werden. Einw wichtige Aussage des Sozialkundelehrers und Bibliothekar: Laptops hätten das Lernen nicht verbessert, im Gegenteil: Sie hätten dem Unterricht im Weg gestanden. (Vor seinem Lehrer-Dasein war er Technologie-Berater in der freien Wirtschaft und seine Tochter ist mit einem Apple-Manager verheiratet, also etwas Technik-Affinität kann man ihm wohl zutrauen) Die Schule will jetzt den Schritt gehen und Computer eher in den Nischen einsetzen, wo sie wirklich Sinn machen und nicht in breiter Front in jedem Unterricht.
Ich finde es gut, dass die Schule diesen mutigen Schritt geht. Zuviele Menschen glauben, dass die Kinder intelligenter werden, nur weil sie am Rechner sitzen. Vor allem die Bestrebungen, Computer bereits im Kindergarten einzusetzen halte ich für den völlig falschen Schritt. Klar, irgendwann müssen die Kinder den Umgang mit PCs lernen, aber ob deswegen alles auf Computer in der Erziehung umgestellt werden muss? Ich bevorzuge da eher den Schritt der Schule in Niagara Falls: Computer dort einsetzen, wo es Sinn macht. Das erinnert mich an den Mathe-Unterricht, der heutzutage wohl immer(?) mit programmierbaren Taschenrechnern gemacht wird. Häufig kennen die Schüler von Ableitungen soviel, dass das das ist, was rauskommt, wenn man diese Taste mit f’ drückt. Der nächste Schritt ist wohl, den Sport-Unterricht am Rechner zu machen, á la Track&Field oder Olympiade spielen. Ist ja auch viel besser, denn es gibt weniger Verletzungen, man kann Sportarten machen, für die die Schule keine Ausrüstung hat, man kann seine Sportsachen nicht vergessen, man ist unabhängig vom Wetter, …